27. Mai 2017

"Glaubst Du?" Zurück von der Präsentation in Leipzig

Zusammen mit Thurit Kremer haben wir gestern die Ergebnisse des Beteiligungsprojektes "Glaubst Du?" in der naTo Leipzig präsentiert.

Herausgekommen sind 32:55 min Film, in Spielszenen, Animationen, Interviews beschäftigt sich die Klasse 6m mit Fragen zum Glauben, zum inneren Kompass oder was nach dem Tod kommt.
Die Beiträge gingen von analytischen Untersuchungen zur Rolle der Religion über Gedanken wo und wer Jesus heute ist bis hin zu Seelenwanderung und Wiedergeburt.
Nicht nur die Kinder und ihre Verwandtschaft waren zu Recht stolz, auch die Leute, die im Rahmen des Kirchentagsprogramms und Reformationsfeierlichkeiten vorbeikamen, waren angetan von der Ernsthaftigkeit und Gedankentiefe der Mädchen und Jungen.
Zusätzlich sind im Gastronomieraum noch einige Trickfilmhintergründe und -figuren ausgestellt. So auch dieses Schlussbild mit allen teilnehmenden Kindern.




10. Mai 2017

Der Kinderkurs in der Renate-Comicbibliothek beginnt am 18.5.2017

Comiczeichnen in anregender Atmosphäre: Donnerstags ab 16:30

Der Comiczeichenkurs für Kinder beginnt am Donnerstag 18.5. ab 16:30 bis 18:00 h in der Renate Comicbibliothek.
Er läuft jeden Schul-Donnerstag bis zu den Ferien. 

Ich freue mich auf mutige Zeichnungen, coole Figuren und überraschende Stories. 
Anmeldungen bei mir: 0163 28 36 759 auch über  auge@herr-lorenz.de

oder direkt in der Comicbibliothek




27. März 2017

Verschieden und doch gleich: Tierkinder



Tierfiguren sind seit der Anfangszeit der Comics geläufige Charaktere in vielen Geschichten. Auf diese Gewohnheit griffen wir in unserem Workshop zurück.

Als erste Übung zeichneten die Kinder eine Schulklasse, bestehend aus verschiedenen Tieren.
Dabei war mir wichtig, die Verschiedenheit -unter anderem war ein Fisch zusammen mit einem Stachelschwein und einer Schwalbe zusammen in einer Klasse- angesichts der Gemeinsamkeiten wie Kindsein oder Schulklasse als vorhanden aber nicht bestimmend zu sehen.

Im zweiten Schritt gaben wir den Tierkindern Namen und Charaktereigenschaften. Diese Merkmale sind wichtig um diese Figuren zu kennzeichnen. Was macht ihre Persönlichkeit aus? Wie verhalten sie sich in bestimmten Situationen? Die Tierart spielt dabei keine Rolle. Der Oktopus ist in die Giraffe verliebt, die bevorzugt jemand anderen. "Ein Glück dass ich Dich habe", sagt er zur Katze.

Mit diesen Charakteren entwarfen die Kinder Geschichten und planten sie mittels eines Storyboards.

Auf dem Originalblatt zeichneten sie ihre Panels und am Ende hatten alle stolz ihr eigenes Heft in der Hand, und das von den anderen Kindern auch. 

16. Dezember 2015

Wie entsteht ein Comic - Präsentation der Projektwoche

Mit der WeTeK gGmbH haben wir an einer Reinickendorfer Schule inmitten von Projekttagen zu Medienberufen einen Comicworkshop durchgeführt. Entstanden ist das kleine Heftchen "Kaputte Welt". Die Präsentation hat - weil die Jugendlichen nicht soviel reden wollten - die Schritte bei der Entstehung eines Comic gut gezeigt: 
(Der folgende Text ist die ganze Präsentation gewesen.)


Ich zeichne gerne. Hier habe ich gelernt wie man Comics macht...
Zuerst haben wir uns Figuren ausgedacht und sie beschrieben: 
Name, Alter, Beruf, ihre Charakter-Eigenschaften...



Wir haben uns die Geschichte ausgedacht und ein Storyboard gemacht, nur mit Strichmännchen. Wir wissen so: wo stehen die Figuren, was machen sie, wieviele Bilder brauchen wir, wie sehen die Bilder aus...


Dann haben wir den Comic auf große Blätter vorgezeichnet, mit Bleistift.


Mit Schwarz, also Marker oder Fineliner haben wir dann die Bilder sauber nachgezogen. 




Es war nicht schwierig! Probiert es mal aus!



20. Mai 2015

Vorteile von Comicworkshops (und ein paar Nachteile)

Anläßlich einer Fachtagung im Archiv der Jugendkulturen habe ich mir einige Gedanken gemacht, warum Comicworkshops für Gruppen von Kindern und Jugendlichen gut in der Bildungsarbeit funktionieren können:

  • + Comics sind bei fast allen Kindern und Jugendlichen ein gut bekanntes Medium. Die meisten haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon was Comics sind und wie Comics funktionieren.
  • + Es sind vielerlei Formen möglich, es können Stories verfasst, Schemata und Übersichtsdiagramme angefertigt, Essays und Nachdenkereien gezeichnet werden.
  • + Komplexe Sachverhalte wie Mobbing, Zukunftsängste, Diskriminierung... gehen durch die Darstellung in einem Comic gut zu behandeln. 
  • + Was schwer oder gar nicht zu zeichnen geht kann aufgeschrieben werden und umgekehrt.
  • + Die Arbeit ist zu zweit oder in Gruppen ebenso möglich wie einzeln.

Es gibt auch einige Schwierigleiten zu bedenken:

  • - Ein Comic benötigt für die Herstellung mehrere Arbeitsschritte. Das heißt, nach dem Verstehen der Aufgabe muß eine Story verfasst werden, vorgezeichnet, gelettert und und ins Reine gezeichnet werden. Das ist nicht in 1-2 Stunden zu schaffen. Im Rahmen von beispielsweise einer Woche können hingegen komplexe Aufgabenstellungen in mit gebührender Sorgfalt behandelt werden.
  • - Für die Herstellung eines Comic sind mehrere "Handwerke" nötig: Analysieren, Schreiben, Zeichnen... Die Wenigsten können das alles gut.
  • - Die meisten Gruppen sind sehr heterogen, mit den unterschiedlichsten Vorraussetzungen und Wissensständen. Wer nicht gut zeichnen kann fühlt sich u.U. im Nachteil.
In den letzten Jahren habe ich sehr verschiedene Gruppen und Themen gehabt: 
Geld und seine Bedeutung, Kinder, Mechanismen der Diskriminierung, Bedeutung von KZ-Gedenkstätten, Antisemitismus, Weihnachten in multinationalen Schulklassen, Zukunftshoffnungen und -Ängste, Mauerfall und Wende... 

6. Oktober 2014

Was tut Friedrich? Was fühlt Friedrich?

Diese Frage kam beim letzten Comickurs in Leipzig auf. Wie stelle ich das mir Wichtige dar?
Wie im Film sind Totalen mehr geeignet, Handlungen und Vorgänge zu zeigen, während Naheinstellungen die Gesichter näher zeigen und uns so Gelegenheit geben ganz nah bei den Emotionen der Protagonisten dabei zu sein.
So haben wir das erklärt beim Workshop "Helden? 1914+100" beim Kultur- und Kommunikationszentrum naTo e.V. (zusammen mit Tine Fetz)
Präsentation der Ergebnisse, auch der anderen Gruppen wie Animation und Theater ist am Freitag dem 10.10.2014 ab 16:30 in der naTo.

14. April 2014

Was ist los? Wo? Wann... (ein Leitfaden)

Am Samstag haben CX Huth, Karoline Bofinger und ich einen Comicworkshop im tazLab abgehalten. Wir haben erlärt wie man Comics macht, sich Figuren ausdenkt und dann die Story ausdenkt und auf dem Blatt sortiert.
Zum besseren Verständnis gibt es jetzt wenigstens dafür eine Anleitung, auch brauchbar für Balladen, Trickfilme, Adventuregames und Tischgespräche.